Herren-WM: Niederlagen gegen Schweden und Schweiz
vom 03.04.2017
Das deutsche Herren-Team musste bei der Curling-Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton gegen zwei Teams mit berechtigten Medaillenambitionen zwei weitere Niederlagen hinnehmen. Am späten Sonntagabend deutscher Zeit unterlagen Skip Alexander Baumann, Manuel Walter, Daniel Herberg und Sebastian Schweizer dem schwedischen Star-Skip Niklas Edin und seinem Team deutlich mit 2:8. Am Montag gelang gegen die Schweiz - im 200. Länderspiel für Daniel Herberg - zwar eine Leistungssteigerung, doch am Ende setzten sich die favorisierten Eidgenossen mit 7:4 durch.

„Das Spiel gegen die Schweden war nicht so klar, wie es das Ergebnis aussagt, aber eigentlich war es phasenweise schon eine Lehrstunde“, sagte Bundestrainer Thomas Lips. Dabei begannen Baumann und Co. konzentriert, stahlen nach einem Nuller-End im zweiten Durchgang sogar einen Stein. Die Schweden nutzten ihrerseits das dritte End zu einem Zweierhaus und gingen damit erstmals in Führung. „Wir hatten dann leider im vierten End einen Durchhänger, den die Schweden wortwörtlich gnadenlos ausgenutzt haben. Wir sind hier eben an einer WM, wo selbst kleinste Fehler sofort rigoros ausgenutzt werden.“ Mit den drei gestohlenen Steinen war die Partie praktisch vorentschieden.

Deutschland verzichtete daraufhin darauf, einen Stein zu schreiben, konnte im sechsten End allerdings auch nur um einen verkürzen. Als die Skandinavier anschließend ein weiteres Dreierhaus zum 8:2 verbuchten, boten die DCV-Curler den Handschlag an.

Gegen die Schweizer um Skip Peter De Cruz begann für den DCV wieder Ryan Sherrard statt Sebastian Schweizer auf der Lead-Position. Die Favoriten hatten den Hammer und nutzten diesen Vorteil auch gleich zu einem Zweierhaus. Das deutsche Team konnte im dritten Durchgang nur mit einem Stein kontern und kassierten daraufhin wieder zwei gegen sich. So setzte es sich fort. Beim Stand vom 1:4 hatte man im fünften End mal die Chance, selbst doppelt zu punkten, doch der Stein, den es gebraucht hätte, war schwer und kam nicht genau genug. „Positiv und ein klarer Fortschritt im Vergleich zu Schweden-Spiel, wo wir eher chancenlos waren, war, dass wir uns in diesem Spiel die eine oder andere Chance erarbeiten konnten“, fand Thomas Lips. „Aber die Schweizer haben wirklich sehr gut gespielt heute. Da hätte es schon unsere beste Saisonleistung gebraucht, um überhaupt eine Chance zu haben.“ Musste sich das deutsche Team, in dem Vize-Skip Daniel Herberg sein 200. Länderspiel absolvierte, mit 4:7 geschlagen geben.

„Jetzt stehen wir mit einer 1:3-Bilanz da. Das ist natürlich nicht ganz das, was wir uns gewünscht haben“, gibt der Bundestrainer zu. „Der nächste Gegner ist Japan. So wie wir uns vom Schweden- zum Schweiz-Spiel steigern konnten, so müssen wir jetzt noch eine Schippe drauflegen. Wenn wir das gewinnen, wären wir wieder absolut im Soll.“
TERMINE
2017
22. April
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22. April
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