Damen-WM: Vorrunde mit drittem Sieg abgeschlossen!
vom 20.03.2014
Mit einem Ausrufezeichen hat das junge deutsche Damenteam die Weltmeisterschaft im kanadischen Saint John beendet. Am letzten Vorrundentag gewannen Imogen Oona Lehmann, Corinna Scholz, Nicole Muskatewitz, Stella Heiß und Alternate Claudia Beer beide Partien gegen Lettland und gegen Dänemark, so dass man sich mit am Ende drei Siegen zumindest zwischenzeitlich bis auf Rang acht der Tabelle nach vorn schob. In der letzten Session in der Nacht zu Freitag, in der die Deutschen aussetzen, könnten Schottland und Tschechien nach Siegen noch mit den Deutschen gleichziehen.

Dabei begann das letzte Spiel gegen Dänemark alles andere als optimal. Im ersten End leistete sich das DCV-Team etliche Fehlsteine, so dass man sich trotz Recht des letzten Steins gleich vier Steine von den Däninnen stehlen ließ. Doch die Reaktion war mustergültig. Die Deutschen hakten den Lapsus sofort ab, bewahrten die Ruhe und holten Schritt für Schritt auf. „Ohne Hektik haben sie das runter gespielt“, freute sich Trainer Holger Höhne.
Lehmann konnte im zweiten End gleich zwei Steine schreiben, stahl einen weiteren im dritten End. Im vierten zwang man die Däninnen, einen Stein schreiben zu müssen. Und schon zur Pause hatten die Deutschen durch zwei weitere Steine im fünften End komplett ausgeglichen. Und dann gestand man Dänemark, obwohl das Team um Madeleine Dupont konstant das Recht des letzten Steins behielt, keinen einzigen Punkt mehr zu. Stein um Stein stahlen die jungen Deutschen durch druckvolles, überlegtes Spiel nun den Spielerinnen aus dem nördlichen Nachbarland. Bereits im neunten End, als es sogar gleich zwei Steine waren, die die Däninnen trotz des „Hammers“ an das DCV-Team abgeben mussten, war die Partie vorzeitig entschieden. Skip Dupont bot den Handschlag an und das deutsche Team konnte sich über den weiteren Erfolg freuen.
Trainer Holger Höhne: „Wir wussten ja, als wir hier hinkamen, noch nicht, wo wir stehen. Die Mannschaft hat sich dann von Spiel zu Spiel verbessert, hat auch die Zusammenarbeit innerhalb des Teams optimiert. Über eine Platzierung hatten wir nie gesprochen. Es ging darum, hier Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln und sich weiter zu entwickeln. Und da können wir mit gutem Recht einen Haken dran machen!“

Third Corinna Scholz meinte: „Es lief mit der Zeit immer besser. Wir hatten ja wenig Erfahrung als Team in dieser Zusammensetzung. Das Ziel war es, dann aus den Fehlern jedes vorherigen Spiels die Lehren zu ziehen. Das hat gut geklappt, auch weil wir nie die Geduld verloren haben. Die Stimmung innerhalb des Teams auf dem Eis war super. Und es hat riesigen Spaß gemacht, hier in Kanada vor einer tollen Kulisse, die alle Teams extrem fair unterstützt hat, zu spielen.“
Die Mannschaft bleibt noch bis Turnierende in Saint John und fliegt kommenden Montag gemeinsam zurück nach Deutschland.
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